Ev. Kirchengemeinde Oberhone

Pfarrerin Imme Mai

E-Mail:  pfarramt.niederhone@ekkw.de
Tel.: 05651 / 10081 
mobil:  0170 5371507


Das Gemeindebüro befindet sich im Ev. Gemeindehaus in Niederhone im Untergeschoss und ist jeden Donnerstag zwischen 
15.00 und 18.00 Uhr von Frau Heike Bierschenk besetzt und 

Friedhofsverwaltung Oberhone
Heidrun Münkel
Tel.: 05651 / 3337598


Die Gottesdienste finden unten den aktuellen Corona-Regeln statt; 3 G mit Maske und Abstand. Zu weiteren Festgottesdiensten werden zugegebenen Anlass in den Schaukästen, Werra-Rundschau und auf der Homepage veröffentlicht.

Was bedeuten die einzelnen Festtage in der Karwoche?

Liebe Gemeinde, immer wieder werde ich zu den einzelnen Ostertagen gefragt. Warum wir sie feiern und was dahinter steht. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Entdecken von altbekanntem und Neuen rund um Ostern.

Palmsonntag 10. April 2022, Sonntag vor Ostersonntag

Kernaussage: 

Heute bejubelt, morgen fallengelassen: der Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag steht am Anfang der Karwoche. Wenig später schlagen sie ihn ans Kreuz. 
Siehe: Matthäusevangelium Kap 21 

Theologisches: Grenzmomente

Es gibt Momente, in denen ist nichts, wie es scheint. Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance.

Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig. Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände, die eben noch Palmzweige schwingen, sind schon zu Fäusten geballt. Das „Hosianna“ wird zum gellenden „Kreuzige“-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das – wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.

Glaube im Alltag: Ostereier färben

Noch eine Woche bis Ostern. Es gibt viele Möglichkeiten sich auf das Osterfest vorzube-reiten. Eierfärben für das Osterfrühstück ist eine davon. Die Ursprünge des Ostereis sind sehr unterschiedlich. Schon sehr früh kam dem Ei als Symbol für den Ursprung des Lebens und für Fruchtbarkeit eine besondere Bedeutung zu. Bereits bei den ersten Christen galt das Ei als Sinnbild der Auferstehung und wurde Verstorbenen ins Grab mitgegeben.

Von außen wie das Grab verschlossen und wie tot, hält es in sich das Leben verborgen und weist so auf die Auferstehung Jesu hin. Doch das Kochen und Verschenken von Eiern zu Ostern hat aber auch einen ganz praktischen Grund: Während der 40-tägigen Fasten-zeit zählten Eier zu den verbotenen Lebensmitteln. Da es aber im Frühling besonders viele Eier gab, konservierte man sie durch Kochen und markierte die harten Eier, indem man sie färbte.

 

Gründonnerstag 14. April 2022, der Donnerstag vor Ostersonntag

Kernaussage:

In der Nacht, da er verraten ward, sitzt Jesus gemeinsam mit seinen Jüngern zu Tisch. In Brot und Wein, mit Wort und Segen verbindet er sich mit den Seinen: „Das ist mein Leib – das ist mein Blut. Solches tut zu meinem Gedächtnis“. Siehe: Matthäusev. 26,17-29.

Theologisches: Mahlgemeinschaft und Agapemahl

Wann habe ich ihn zum letzten Mal gesehen? Welche Worte wurden gesprochen und was wurde verziehen? Wie wichtig werden diese Fragen, wenn ein geliebter Mensch stirbt.

Wohl denen, die Abschied nehmen durften oder gar ein letztes Wort mitbekamen. Sie behalten es ein Leben lang. Vom letzten Vermächtnis Jesu berichtet der Gründonnerstag. Jesus nimmt sich viel Zeit zum Verabschieden, macht den Jüngern Mut, wäscht ihnen die Füße und gibt ihnen Worte und Zeichen für die Zeit ohne ihn. Und das Vermächtnis lebt. Noch heute bekennen Christen: Im Abendmahl ist Jesus ganz nah, auch nach 2000 Jahren noch. Er gibt uns an seinem neuen Leben Anteil. Ihn ehren wir, wenn wir einträchtig und ohne Trennungen das Brot brechen und den Wein teilen. Das Abendmahl ist bis heute zentraler Bestandteil des christlichen Gottesdienstes. 

Glaube im Alltag: 

In vielen Gemeinden wird heute Abendmahl in besonderer Form gefeiert: Oft sitzen die Gottesdienstbesucher und –besucherinnen nicht in den Kirchenbänken, sondern an an Tischen, essen gemeinsam und feiern Abendmahl. 

Ein Ursprung des (Tisch)Abendmahls ist das jüdische Passafest. Das gemeinsame Essen wird gerahmt von Segensworten über Brot und Wein. Auch die ersten Christinnen und Christen haben die Abendmahlsfeier mit einem gemeinsamen Essen verbunden. Für manche ist es fremd, das Abendmahl in ganz anderer Form zu feiern. Andere freuen sich: das Abendmahl wird lebendig; es wird zu einem Zeichen der Gemeinschaft, wenn ich Brot und Wein mit dem Nachbarn teile. Es ist ein Fest des Lebens – auch im Angesichts des Todes. Denn nach dem Mahl am Gründonnerstag geht es in die „Nacht, da er verraten ward“. 

 

Karfreitag 15. April 2022, Freitag vor Ostersonntag 

Kernaussage: 

Gekreuzigt, gestorben und begraben: am Karfreitag gedenken Christinnen und Christen des Todes Jesu. Sein Ruf „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ greift die mit diesem Tag verbundenen Fragen nach der Gegenwart Gottes im Leiden auf. Siehe: Matthäusevangelium 27,31-61 

Theologisches: Gott leidet mit uns 

Wer kann ermessen, wie tief menschliches Leid geht? Hilflos und voller Furcht stehen wir davor. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wer so schreit, fühlt sich ganz allein. Doch Gott weicht dem tiefsten menschlichen Leid nicht aus, davon berichtet der Karfreitag

Er begegnet ihm auf unbegreifliche Art: In Jesus begibt Gott sich selbst kompromisslos in die Nacht hinein. Er wird verraten, verspottet, gefoltert und schließlich am Kreuz hinge-richtet. Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet. 

Glaube im Alltag: Klang in der Stille 

Karfreitag ist der Tag der Kreuzigung Jesu. Für evangelische Christen ist der Karfreitag einer der höchsten Feiertage. Kirchengemeinden bieten Gottesdienste, Andachten und musikalische Veranstaltungen zur Todesstunde Jesu an. Für viele gehört ein Passionskonzert  zum Karfreitag dazu – zum Beispiel mit der Matthäuspassion oder der Johannespassion von Johann Sebastian Bach. 

An diesem Tag steht alles still. Die Geschäfte sind geschlossen. Es gilt Tanzverbot. Für manche steht diese Ruhe im Gegensatz zu der Freiheit des verlängerten Osterwochenendes. Was fange ich an, wenn ich um mich herum alles ruhig ist? Was höre ich besonders deutlich, wenn alles um mich schweigt? Aus dem Psalm zum Karfreitag: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Weit entfernt ist meine Rettung. Ungehört verhallt mein Hilfeschrei. ‘Mein Gott’, so rufe ich am Tag, doch du gibst keine Antwort. Und so rufe ich in der Nacht, doch nur Schweigen umgibt mich.“ (Psalm 22,1–3). 

 

Karsamstag 16. April 2022, Samstag vor Ostersonntag 

Kernaussage: 

Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu, ein Tag der Stille. Jesus ist tot. Wo ist Gott? Siehe: Matthäusevangelium 27,62-66 (Bewachung des Grabes Jesu) 

Theologisches: Dumpfe Trauer bleibt 

Die ersten Christen bekannten: Jesus ist für unsere Sünden gestorben. Nichts, was wir tun, kann so schlimm sein, dass wir verloren gehen. Aber heute haben immer mehr Menschen Schwierigkeiten damit: Braucht Gott ein Opfer zur Sühne? Er braucht es nicht, aber er ist den Menschen im Leiden ganz nah. Keine Schranken soll es geben zwischen ihm und uns. Zeichen dafür ist das Kreuz, das Himmel und Erde verbindet. 

Glaube im Alltag: Grabesruh 

Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe – deswegen schweigen in allen Kirchengemeinden die Glocken. 

Während in der katholischen Kirche schon den ganzen Karfreitag über keine Glocken zu hören sind, können sie in evangelischen Gottesdiensten bis zur Sterbestunde noch läuten – dann herrscht auch hier Grabesruhe. Erst in der Osternacht werden die Glocken wieder erklingen und die frohe Botschaft von der Auferstehung verkünden. 

 

Osternacht, 17. April 2022 

Mit der Osternacht beginnt der höchste christliche Feiertag, der Ostersonntag. Siehe Matthäusevangelium 28,1-8. 

Kernaussage: 

Aus dem Dunkel ins Licht: Wenn am Ostermorgen die Sonne aufgeht und das Evangelium von der Auferstehung erklingt, hat die Nacht ein Ende. Es wird wieder hell: Christus ist auferstanden! 

Theologisches: Zwischen Dunkel und Licht 

An der Schwelle zwischen Tod und Leben, Dunkel und Licht wird die Osternacht gefeiert. In dieser Nacht, in der Jesus auferstand, liegen Trauer und Hoffnung, Todesschwärze und das jubelnde Lob der neuen Schöpfung dicht beieinander. 

So spannt der Ablauf des Gottesdienstes (Liturgie) einen weiten Bogen: von der guten Schöpfung im Anbeginn über die Abwendung des Menschen von Gott, den Auszug aus Ägypten bis hin zur immer neuen Abkehr vom richtigen Weg. All das gipfelt im Kreuz. Ostern, so die Botschaft dieser Nacht, ist ein neues, umwälzendes Befreiungsgeschehen. Mit seiner Auferstehung besiegt Jesus so viel: unsere Trennung von Gott, unsere Ohnmacht, unseren Tod. Denn das, was an Ostern geschehen ist, ist auch für uns das Tor zum Leben. „Christ ist erstanden“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 99), mit dem Licht, das entzündet wird, erklingt dieser Osterjubel neu – dem Tod zum Trotz. 

Glaube im Alltag: Eine ganz besondere Nacht 

Morgens, kurz vor Sonnenaufgang in der Kirche. Noch ist alles dunkel. Vorsichtig und ein wenig verschlafen kommen die Besucher und Besucherinnen hinein. Ganz anders wirkt der Raum am frühen Morgen und im Dunkeln. Nur schemenhaft erkennt man die Fenster, die Bänke, den Altar. Hier und da hört man ein Wispern. „Achtung, hier ist eine Stufe!“ Ab und an sieht man den Schein einer Taschenlampe aufleuchten. Der Gottesdienst beginnt mit Lesungen und Liedern. Und dann, wenn die Sonne aufgeht, erklingt der Ruf: „Christus, Licht der Welt – Gott sei ewig Dank!“ Das Osterlicht wird entzündet und an die kleinen Kerzen weitergegeben, die jeder in der Hand hält. Jetzt ist Ostern. 

Oft wird im Osternachtsgottesdienst Taufe oder Tauferinnerung gefeiert: „So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ Was der Apostel Paulus im Römerbrief Kap 6,4 über die Taufe sagt, wird in dieser Nacht besonders sinnfällig. Die Feier der Osternacht ist ein besonderes Erlebnis – auch für diejenigen, die das frühe Aufstehen eigentlich scheuen. 

 

Ostersonntag, 17. April 2022 

Kernaussage: 

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Mit dem Aufgang der Sonne läuft der Jubelruf der Christenheit um die Welt. Jesus Christus lebt. Gott erweist seine Macht, die stärker ist als der Tod. Siehe Matthäusevangelium 28,9-20. 

Theologisches: Liebe ist stärker als der Tod 

Ostern, das ist das Fest purer Freude. einer Freude, die deswegen so rein ist, weil sie die Tiefen kennt und sie doch bezwungen weiß

Die erste Liebe oder die Geburt eines Kindes, Rettung aus höchster Gefahr – es gibt Ereignisse, die erfüllen uns mit unaussprechlicher, tiefer Freude. Singen möchte man und jubeln oder man bekommt kein Wort heraus vor lauter Glück. Ostern ist das Urdatum der Kirche. Die drei Frauen am Grab, die Jünger, denen der Auferstandene erscheint, und Maria Magdalena, sie können nach dem ersten Schrecken nicht schweigen: Jesus lebt! Die Liebe hat den Tod bezwungen. Er hat die letzte Macht über uns verloren. Jesu Auferstehung hat alles verändert. Wer gegen allen Augenschein in diesem Vertrauen lebt, der kann freier handeln, der wird aufstehen gegen alles, was das Leben bedroht. „Tod, wo ist dein Stachel?“, fragt der Apostel Paulus. 

Glaube im Alltag: Osterlamm 

Glasiert oder mit Puderzucker bestreut – das Osterlamm darf auf keinem Ostertisch fehlen. Was so lecker schmeckt hat eine lange christliche Tradition. Das Lamm weist auf Jesus Christus hin, von dem es in der Osterliturgie heißt: „Denn geopfert ist unser Osterlamm Christus“. 

Das hat einen zweifachen Ursprung: Einerseits geht es auf den jüdischen Brauch zurück, zum Passahfest – in Erinnerung an den Auszug aus Ägypten – ein Lamm zu schlachten. Jesus Christus wird als das neue Passahlamm gesehen, das sich ein für allemal Gott zum Opfer gegeben hat. Dies geht zurück auf die Schilderung des leidenden Gottesknechtes im Buch Jesaja, von dem es heißt: „… wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.“ Eigentlich ein grausames Bild – wenn da nicht das Fähnchen wäre. Die Siegesfahne, die im Rücken des Lammes steckt, deutet darauf hin, dass Jesus den Tod besiegt hat. Damit wird das Lamm zum Zeichen des Lebens. 

 

Ostermontag, 18.April 2022 

Kernaussage: 

Jesus Christus ist mit auf dem Weg. Der Ostermontag und die Osterwoche stehen im Zeichen der Jünger, die von Jerusalem nach Emmaus wandern und erst beim Abschied und bei der gemeinsamen Mahlfeier erkennen, wer sie begleitet hat. Siehe Lukasevangelium24,13-35. 

Theologisches: Da gehen einem die Augen auf 

Manchmal sehe ich das Offensichtliche nicht. Die Lösung, die zum Greifen nah ist, einen Menschen, der Hilfe bringt. Da müssen mir erst die Augen aufgehen. Auch für die Gegenwart Jesu sind wir oft blind, das zeigt der Ostermontag

Meilenweit wandern zwei Jünger neben dem Auferstandenen nach Emmaus, bevor sie ihn erkennen. Erst als er das Brot mit ihnen bricht, gehen ihnen die Augen auf. Es ist so viel leichter, an den Tod zu glauben, als an das Leben, auch heute noch. Doch mit Jesu Auferstehung ist jedem Einzelnen das Leben verheißen, auch nach dem Sterben. Die alttestamentliche Vision von Gott, der den Tod zerstört – in Jesus wird sie Wirklichkeit. Wer daran glaubt, für den gibt es keine Hoffnungslosigkeit. 

Glaube im Alltag: Spiele rund um Ostern 

Ostern ist ein fröhliches Fest. Das zeigt sich auch bei den zahlreichen Spielen rund um das Osterei. Der bekannteste Brauch ist die Ostereiersuche. Woher er stammt, ist nicht genau bekannt. Eltern verstecken für ihre Kinder Osternester mit hart gekochten Eiern und Süßigkeiten an möglichst originellen Orten. Am Ostermorgen beginnt dann die Jagd auf die begehrten Leckereien. 

Andere Spiele sind das „Eierpicken“ bei dem der Spieler gewinnt, dessen Ei die härtere Schale hat, oder das „Eierrollen“, bei dem harte Eier einen kleinen Abhang herabgerollen werden. Es gewinnt derjenige, dessen Ei am schnellsten unbeschadet unten ankommt. Eine besondere Rolle spielt das „Eierpicken“ in Bulgarien. Die Bulgaren nehmen hartgekochte, bunt gefärbte Eier an Ostern mit in die Kirche. Sobald der Gottesdienst vorbei ist, beginnt das „Eierduell“: Alle gegen alle. Wer als Letzter mit einer heilen Schale vom Platz geht, dem soll ein glückliches Jahr bevorstehen – bis zum nächsten Osterfest … 

 

Liebe Gemeinde, allen der 4 Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) wird über das Ostergeschehen berichtet. In jedem aus seine Weise. Sie finden in der Regel in ihrer Bibel Querverweise auf die jeweils anderen Evangelien. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Entdecken.

Pfarrerin Imme Mai

Digitale Angebote in der Advents- und Weihnachtszeit 

Online Familien Adventskalender:

Der Familien-Adventskalender ist ein Angebot der Evangelisches Medienhaus GmbH in Stuttgart. Vom 1. bis 24. Dezember täglich eine Video-Überraschung für die ganze Familie. Wissenswertes rund um Advent und Weihnachten, weihnachtliche Rezepte, Basteltipps, Weihnachtsrätsel und vieles mehr.

 www.dein-familienadventskalender.de

 

Evangelischer Adventskalender:

Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Weihnachtsfilme - auf der Suche nach dem "X-Mas-Faktor"! Wieviel Weihnachten steckt eigentlich in den Festtagsfilmklassikern? Das versucht Playmobilengel Inspektor Gabriel mit seinem Ensemble herauszufinden: Jeden Tag wird ein anderes Werk akribisch - und mit viel Humor - auf die enthaltene Weihnachtsessenz hin geprüft. Und Sie können mit abstimmen. Viel Spaß!  https://adventskalender.evangelisch.de

 

Lassen Sie sich segnen. 

Die Aktion „Segen.jetzt“ ist eine Initiative von zahlreichen evangelischen Landeskirchen, katholischen Bistümern und freien christlichen Werken, so auch der Stiftung Marburger Medien. Gottes Segen als Stärkung und Zuspruch im Alltag – gerade in Corona-Zeiten eine unerschöpfliche und erlebbare Kraftquelle. Lassen Sie sich segnen – jetzt  „https://segen.jetzt“.

 

Treffpunkt Radio am Sonntags um 11.55 Uhr

gönnen Sie sich eine kleine Auszeit mit einer Andacht von Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises. Eschwege auf UKW 99,7 und Witzenhausen auf UKW 96,5.

 

Eine schöne Adventszeit wünscht Ihnen

Pfarrerin Mai

 

Liebe Gemeinde, Schwestern und Brüder im Herrn, 

 die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Mittwoch, 24.  November 2021, während ihrer digitalen Herbsttagung einen Appell zur Corona-Schutzimpfung mit folgendem Wortlaut verabschiedet: 

 Impfung ist ein Ausdruck aktiver christlicher Nächstenliebe. 

Am Übergang zum Winter entwickelt sich die Pandemie in unserem Land mit einer besorgniserregenden Dynamik. Inzidenz, Hospitalisierungsrate und die Zahl der Todesfälle sind trotz aller bisherigen Maßnahmen auf hohem Niveau.   


Weithin besteht Sorge angesichts der zu erwartenden Entwicklung der kommenden Wochen. Deshalb sind Maßnahmen geboten, welche die Impfquote in der Bevölkerung deutlich er­höhen.  

 

In einer Pandemie betrifft die Entscheidung jedes Einzelnen das Wohl aller.  

 

Mit diesem Appell wendet sich die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck an die Menschen in der Region:  

Wir wenden uns dankbar an diejenigen, die sich bereits haben impfen lassen – „Sie haben für sich selbst und für andere eine verantwortungsvolle Entscheidung getroffen.“ 

 

Wir wenden uns hoffnungsvoll an diejenigen, die trotz Bedenken nun eine Impfung erwägen – „Sie werden sich selbst und andere damit schützen, so gut es möglich ist. Nach 120 Millionen allein in Deutschland verabreichten Dosen verfügt die Medizin über alle notwendigen Erfahrungen, um über die sicheren Impfstoffe aufzuklären. Im Aufklärungs-gespräch wird auf Ihre Bedenken eingegangen und geklärt, ob eine Impfung für Ihre medizinische Situation angezeigt ist."   

 

Wir wenden uns an diejenigen, die bis jetzt dem weit überwiegenden Konsens der Wissenschaft widersprechen oder gar aktiv unwahre Inhalte über die Pandemie verbreiten - „Die Meinungsfreiheit schützt Ihre abweichende Haltung, aber alle Meinungen müssen sich vernunftbezogen prüfen lassen. Das rechtlich Erlaubte ist nicht identisch mit dem, was in dieser Situation aus Verantwortung geboten ist. Freiheit ist nicht nur die Freiheit der Lauten, sondern insbesondere die Freiheit der Schwachen.“   

 

Wir wenden uns auch an die politisch Verantwortlichen in unserem Land – "Aufgrund der Erfahrungen der letzten Zeit bitten wir Sie, die Möglichkeit einer Impfpflicht jetzt ernsthaft zu prüfen. Gleichzeitig gilt auch: Die Pandemie ist eine weltweite Herausforderung, daher muss der Zugang zu Impfstoffen weltweit sichergestellt werden.“ 

 

Wir wenden uns dankbar und erwartungsvoll an die Mitarbeitenden und Engagierten in Kirchengemeinden und kirchlichen Handlungsfeldern – „Bitte unterstützen Sie mit Ihrem Handeln, Ihrer Kreativität und Ihren Ressourcen alle Ansätze, die Impfungen fördern.“ 

Da aus aktuellem Anlass des Coronaviruses kein Gottesdienst stattfindet, möchte ich über diesem Weg aus unserem Kirchengemeindeleben folgendes bekannt geben:

. Jeden Sonntag wird zum Vaterunser geläutet, Oberhone 9.45 Uhr, Niederhone um 11.15 Uhr.  So können wir alle gemeinsam beten - wo auch immer wir uns befinden.

Um 12.00 Uhr und um 19.30 Uhr verbinden sich alle Kirchengemeinden unserer Landeskirche und lassen ihre Glocken erklingen, um Hoffnung in dieser Zeit des Coronaviruses zu zeigen.

• Für ihre Fürbitten und sonstige Anliegen stehen  Ihnen folgende Briefkästen zur Verfügung:                                   

Niederhone: Pfarramt, Jestädter Straße, Ecke Landstrasse 

 Oberhone: Kirchweg 2, Luisa Müller.

Die Briefkästen werden regelmäßig geleert und die Fürbitten fließen in unser Gebet zum Vaterunser ein.

• In Oberhone an der Kirchentür können sie sich „Gute Worte to Go“ für den Tag oder die Woche mitnehmen.

• Das Pfarrbüro ist Donnerstagnachmittag von  15.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

 Die Sprechstunde findet durch das Fenster statt oder Einzeln in dem großen Konfirmandenraum.

Frau Pfarrerin Mai steht Ihnen zusätzlich dienstags bis freitags von 11:00 bis 13:00 Uhr telefonisch unter 05651/4799273 für Ihre Sorgen und Nöte zur Verfügung.

• In den Schaukästen der Kirchengemeinden können Sie sich über den aktuellen Stand informieren.

• Im Nahkauf Niederhone und in Oberhone an der Milchtankstelle Thiele und bei Sandrock Garten und Tierbedarf liegen die wöchnetlichen Flyer zur Mitnahme aus.

• Nutzen sie bitte auch die Andachten der Radiosender und den Gottesdienst im ZDF um 9:30 Uhr.

. Andachten, die von Radio Meißner (Eschwege UKW 99,7) gesendet werden, sind von Pfarrerinnen und Pfarrern aus unserem Kirchenkreis. Jeden Sonntag um 11.55 Uhr wird regelmäßig eine Andacht gesendet.

Geh aus mein Herz


1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben, sich ausgeschmücket haben.

2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide, als Salomonis Seide.
3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fliegt aus seiner Kluft und macht sich in die Wälder; die hochbegabte Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder, Berg, Hügel, Tal und Felder.


Liebe Gemeinde

ich weiß nicht, ob es Ihnen auch so geht wie mir: 
Aber wenn ich die Zeitung aufschlage, Radio höre oder Nachrichten schaue, dann ist meistens Corona das Thema:  In Plastikgehüllte Menschen mit Mundschutz, mehrere Särge, die in einer Reihe stehen, ein Priester geht daran vorbei und besprengt sie mit Weihwasser, das Kontaktverbot soll bestehen bleiben, bis nach Ostern, und wir mittendrin. Dann gehen mir Worte durch den Kopf, wie gruselig, oder unwirklich, oder angstmachend  – aber eigentlich - fehlen mir da die richtigen Worte.

Und wenn ich dann aus dem Fenster schaue, oder mich auf den Weg zur Kirche mache,
dann das: die Sonne scheint mir warm auf`s Gesicht, ich höre die Vögel zwitschern,
und sehe die ersten Osterglocken, die Narzissen und die blühenden Büsche und Bäume,
Daran merke ich: der Frühling ist da, mit aller Macht. Mir geht ein Lied durch den Kopf - auf dem Weg zur Kirche: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben.“
Kennen sie es? Paul Gerhard hat es für seine Frau geschrieben – „mein Herz“ 
Als dieses Lied entstand, herrschte der 30ig jährige Krieg, ganze Landstriche in Deutschland wurden entvölkerte. Das hat irgendwie eine gewisse Ähnlichkeit mit der Situation heute – finde ich.


Aber ich und Sie, liebe Leserinnen und Leser, können das machen, wozu uns das Lied auffordert, und zwar gerade jetzt in dieser Zeit:
Wir können raus gehen, mit den Menschen, mit denen wir zusammenleben und die wir lieben, und bewusst den Frühling wahrnehmen, mit allem was dazu gehört:
im Garten oder auf dem Balkon die Narzissen und die Tulpen bewundern
- Paul Gerhardt nennt sie „Tulipan“ – uns an dem Vogelgezwitscher freuen, die warme Frühlingssonne auf der Haut spüren - und noch vieles mehr

So können wir auch Ostern erleben.
Nach dem Winter, in dem die Natur wie tot ist, kommt der Frühling mit seiner ganzen Lebenskraft. Das ist erst wie der Tod Jesu am Kreuz, daran erinnert uns der Karfreitag wenn alle Kirchenglocken schweigen. Und dann, am Morgen des Ostersonntages feiern wir die Auferstehung Jesu Christi.

Wir können uns das Zuhause verdeutlichen, in dem wir zum Beispiel uns den Sonnenaufgang am Ostersonntagmorgen ansehen und unser Herz von den Strahlen der Sonne erwärmen lassen oder einem Strauß Tulpen in die Wohnung stellen
oder mit ausgesäter Kresse das Erwachen der Natur sehen und schmecken.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Osterzeit
und bleiben sie gesund

Ihre Gemeindepfarrerin Imme Mai aus Niederhone und Oberhone